Landverkehr Straßengüterverkehr
Gebrüder Weiss verfolgt eine klare Strategie zur Reduktion von CO 2 -Emissionen im Landverkehr. Dazu gehören der schrittweise Ausbau unseres europäischen Fuhrparks mit alternativen Antriebssystemen und die verstärkte Verlagerung von Transportleistungen auf die Schiene. Zusätzlich inves- tieren wir in den Einsatz von HVO100 – einem alternativen Treibstoff, den wir als Brückentechnologie nutzen, um be- stehende Flotten schnell klimafreundlicher zu betreiben. Bis 2025 werden in Österreich 14 Elektro-Lkw der Fahrzeug - klasse N3 (>12 Tonnen) sowie drei elektrische Rangierfahrzeu - ge in Betrieb genommen. Parallel dazu errichten wir eine leis- tungsfähige Schnellladeinfrastruktur an unseren Standorten. Bereits heute sind weitere emissionsarme Fahrzeuge in Zentral- und Osteuropa im Einsatz – insbesondere im Bereich Last-Mile-Zustellung, Stückguttransporte sowie Linien- und Verteilerverkehre. Der Eigenfuhrpark von Gebrüder Weiss um- fasst derzeit 403 Fahrzeuge und setzt folgende alternativen Technologien ein:
wirtschaftliche Tragfähigkeit des Umstiegs. Die eingeschränk- te Verfügbarkeit alternativer Fahrzeuge und lange Lieferzeiten stellen zusätzliche Hürden dar. Gebrüder Weiss verfolgt daher einen technologieoffenen An- satz. Neben Elektro- und Wasserstoffantrieben setzen wir auf HVO100 (Hydrotreated Vegetable Oil), einen synthetischen Dieselkraftstoff aus pflanzlichen Reststoffen, der die Emissio - nen um bis zu 90 Prozent senken kann. Bereits 30 Prozent des österreichischen Eigenfuhrparks nutzen diese Brücken- technologie. Die europaweit flächendeckende Verfügbarkeit von HVO100 im Schwerlastverkehr ist jedoch noch nicht gesichert. Der Erfolg dieser nachhaltigen Transformation basiert auf einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit. Zentrale Unternehmensbereiche und operative Fachabteilungen arbeiten eng mit Behörden, Interessenvertretungen sowie Herstellern und Infrastrukturpartnern zusammen, um eine zukunftsfähige Transportlogistik zu gestalten. Schienengüterverkehr Gebrüder Weiss organisiert seit vielen Jahren für Kunden aus den unterschiedlichsten Industriezweigen effiziente und nachhaltige Bahnverkehre. Die in Maria Lanzendorf bei Wien beheimatete Gebrüder Weiss Rail Cargo fokussiert sich als Bahnspedition auf die Befrachtung von Güterwaggons. In Spit- zenzeiten werden pro Monat in 160 Ganzzügen 1,5 Millionen Tonnen an Gütern transportiert.
Seit mehr als anderthalb Jahrzehnten ist der Orange Combi Cargo (OCC) als Ganzzug zwischen Wien und Bludenz unter - wegs. Mit diesem ressourcenschonenden Produkt konnten seit seiner Einführung 2008 bereits mehr als 225.000 Lkw- Fahrten auf Österreichs Straßen eingespart werden. Ein weiteres Aushängeschild der Bahnaktivitäten von Gebrü- der Weiss ist das Container-Terminal TSSU (Tiroler Straße- Schiene-Umschlaggesellschaft). Das in Hall in Tirol gelegene Container-Terminal dient seit einem Vierteljahrhundert als bedeutendes Umschlagterminal, aber auch als Bahnspediteur für Zugprodukte im Intermodalverkehr zwischen Skandinavien und Italien sowie für innerösterreichische Anschlussverkehre. Unser Kompetenzcenter East Plus und unser Intermodal- Team in China planen weit jenseits der Grenzen Europas interkontinentale Bahnverkehre. Die über Zentralasien und dort über die Neue Seidenstraße verlaufenden Transporte von und nach China sind eine attraktive Alternative zu Luft- oder Seeverkehren zwischen Europa und dem Fernen Osten. Gebrüder Weiss bietet seinen Kunden zahlreiche attraktive Möglichkeiten zum Transport von Waren auf der Schiene an. Die Bahnexpert*innen entwerfen dafür auf die jeweiligen An - forderungen der Auftraggeber zugeschnittene Lösungen, die auch die Vor- und Nachläufe beinhalten können.
Wasserstoff ― 1 Wasserstoff-Lkw in der Schweiz Elektroantrieb ― 2 Elektro-Lkw in Deutschland ― 1 Elektro-Lkw in Österreich ― jeweils 1 Elektro-Transporter in Österreich und Deutschland ― 20 Elektro-Transporter in Ungarn ― 3 Elektro-Transporter in Kroatien
Der Umstieg auf emissionsarme Technologien ist mit Heraus- forderungen verbunden. Elektro-Lkw sind derzeit etwa dreimal so teuer wie dieselbetriebene Fahrzeuge. Hinzu kommen hohe Investitionen in Ladeinfrastruktur, etwa Transformatoren, Ladesäulen und bauliche Anpassungen. Die Beantragung staatlicher Fördermittel ist komplex, aber unerlässlich für die
Wirtschaft
20
Powered by FlippingBook