Nachhaltigkeitsbericht 2024

Emissionsberechnungen

Gründe für neues Basisjahr 2023 (statt 2021) Basisjahr für das CO 2 -Inventory (CO 2 -Bilanzierung) war bisher 2021. Aufgrund der Umstellung auf das GHG Protocol und der erstmaligen Berechnung nach neuen Standards gilt ab diesem Bericht das Basisjahr 2023. Künftig ist nun auch die Erfassung der Scope-3-Emissionen entlang der Wertschöpfungskette möglich. Weitere Vorteile sind die Erweiterung des CO 2 - Inventory um offizielle Scope-3-Kategorien. Die Kategorie 4 beispielsweise wurde um den Frachteinkauf im Bereich Air & Sea erweitert. Darüber hinaus wurde die Kategorie 7, das Pendeln der Arbeitnehmenden, neu erfasst. Quellen Emissionsfaktoren Emissionsfaktoren sind Kennzahlen, um die Menge an Emissionen zu berechnen, die mit dem Verbrauch bestimmter Ressourcen verbunden sind. Dadurch können zum Beispiel die Emissionen für den Diesel-Verbrauch eines Lkw ermittelt werden. Für die Berechnung des CO 2 -Inventory werden unter anderem folgende Quellen für die Emissionsfaktoren genutzt: ― Umweltbundesamt Österreich (www.umweltbundesamt.at) ― Umweltbundesamt Deutschland (www.umweltbundesamt.de) ― EcoTransIT (www.ecotransit.org/de) ― Öko-Institut Deutschland (www.oeko.de)

Quelle GWP (Global Warming Potential) Beim Transport von Gütern entstehen neben Kohlendioxid (CO 2 ) auch andere Treibhausgase wie beispielsweise Methan (CH 2 ) oder Lachgas (N 2 O). Das Global Warming Potential (GWP) ist eine Kennzahl, die angibt, wie stark andere Treib- hausgase im Vergleich zu CO 2 zur Klimaerwärmung beitra- gen. Mit den Kennzahlen des GWP können unterschiedliche Treibhausgase in CO 2 -Äquivalente umgerechnet werden, um Emissionen einheitlich zu erfassen. Die Berechnungen der Treibhausgase aus dem Transportsektor erfolgen ebenfalls automatisiert mit der Software EcoTransIT. Konsolidierungsansatz (finanzielle Kontrolle) In unsere Berichterstattung fließen die Daten und Zahlen aller voll konsolidierten Gebrüder Weiss-Standorte und der Tochter- unternehmen ein, an denen Gebrüder Weiss einen Mehrheits- anteil besitzt beziehungsweise über die Gebrüder Weiss die finanzielle Kontrolle hat.

Emissionsberechnungen Gebrüder Weiss folgt bei den Emissionsberechnungen den Richtlinien des GHG Protocols. Wir erfassen dabei die Emis- sionen unserer Gebäude und die unserer Transporte unter Verwendung von LineMetrics, Plexlog und EcoTransIT. Die Verarbeitung der umfangreichen Datenmengen, insbeson- dere zur Berechnung der Scope-3-Emissionen, erfolgt unter Nutzung moderner Big-Data-Methoden. Diese ermöglichen es, die stetig wachsenden technischen Möglichkeiten und Standards zu integrieren. Vollständigkeit, Genauigkeit und Konsistenz der Daten verbessern sich kontinuierlich durch die laufende Optimierung und Weiterentwicklung sowohl der Datenbasis als auch der eingesetzten Berechnungs-Tools. Für die Übertragung der Daten in das CO 2 -Inventory-Tool und deren Plausibilisierung sind die Verantwortlichen in den Nie- derlassungen und der Gebrüder Weiss-Zentrale zuständig. Für die Berechnung der Emissionen aus dem Strombezug können zwei verschiedene Methoden verwendet werden. Die Location-based-Methode berechnet Emissionen auf Basis des durchschnittlichen Emissionsfaktors des Stromnetzes, an das ein Unternehmensstandort angeschlossen ist. Die Market-­ based-Methode berücksichtigt individuelle vertragliche Ver- einbarungen beim Stromeinkauf wie zum Beispiel Ökostrom- zertifikate und zeigt auf, wie emissionsreich der tatsächlich eingekaufte Strom ist. Gebrüder Weiss verwendet für seine Berechnung die Market-based-Methode. In den folgenden Berechnungen für Scope 1, 2 und 3 wurde das Global Warming Potential (GWP) der unterschiedlichen Treibhausgase mittels Emissionsfaktoren berücksichtigt.

Umwelt

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